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Konzept & Architektur

LLMs sind zustandslose Funktionen. Jede neue Session startet bei null. Wenn mehrere Agenten an demselben Projekt arbeiten — Claude, Gemini, Grok, Ollama — reden sie aneinander vorbei. Jeder kennt nur seinen eigenen Kontext.

Das ist das Problem, das Collective Context löst.

Der einzige State, der zwischen allen Agenten geteilt werden kann, ist das Dateisystem des Projekts. Darin liegen:

projekt/
├── CLAUDE.md ← Automatisch in JEDE Session aller ACP-Agenten geladen
├── AGENTS.md ← Kompatibles Äquivalent für Gemini CLI, Codex, OpenCode
├── .claude/
│ └── agents/ ← Spezialisierte Sub-Agenten-Definitionen
└── postbox/
├── todo.md ← Offene Tasks (Shared State zwischen Agenten)
└── done.md ← Erledigte Tasks mit Commit-Referenzen

CLAUDE.md ist der Collective Context. Sie ist die einzige Datei, die standardmäßig in jede einzelne Conversation mit dem Agenten geht — egal welches Modell, egal welcher ACP-Client.

ZED Editor (ACP Client)
├── Agent Panel (Ctrl+?)
│ ├── Claude Code Tab ← ACP External Agent, Claude Max Flat Rate
│ │ └── CLAUDE.md ← Automatisch geladen
│ │
│ ├── Gemini CLI ← ACP External Agent
│ │ └── AGENTS.md ← Automatisch geladen
│ │
│ └── Ollama Adapter ← Community, lokal
├── Gemeinsames Dateisystem
│ ├── CLAUDE.md / AGENTS.md ← Shared Memory
│ └── postbox/ ← Shared Task State
└── MCP Servers ← Tool-Erweiterungen

Jeder Fehler, den ein Agent macht und den ein Mensch korrigiert, wird als Regel in CLAUDE.md aufgenommen:

Session 1: Claude macht Fehler X → Mensch korrigiert → Regel in CLAUDE.md
Session 2: Claude Code Tab liest CLAUDE.md → Fehler X wiederholt sich nicht
Session 3: Gemini CLI liest AGENTS.md → dasselbe Wissen, anderes Modell

“Anytime we see Claude do something incorrectly we add it to the CLAUDE.md, so Claude knows not to do it next time. Every mistake becomes a rule.” — Boris Cherny, Creator of Claude Code

Frontier-Modelle (Sonnet, Gemini Pro) folgen ca. 150–200 Instruktionen mit guter Konsistenz. CLAUDE.md sollte deshalb prägnant bleiben — nur das Nicht-Offensichtliche dokumentieren.

ZED Editor (Fundament)
├── Claude Code Tab (Max Abo, flat) → Komplexe Tasks, Recode, Architektur
│ └── CLAUDE.md + AGENTS.md → Shared Context für alle Agenten
├── Zed First-Party Agent
│ ├── Grok 4.1 Fast (Reasoning) → Code lesen, Fixes, Git
│ ├── Gemini 3 Flash → Code schreiben, Tests
│ └── Claude Sonnet 4.6 → Höchste Qualität
├── Gemini CLI (ACP External) → Parallele Scan-Tasks (Dual-Agent)
└── Ollama (lokal, via Script) → Privacy-First, Credentials-safe
└── qwen3:14b oder llama3.3 → Tier C Extraktion, interne Tasks

Das Collective Context-Modell nutzt bewusst kein Message-Passing zwischen Agenten, keine zentrale Koordinations-API, keine Echtzeit-Kommunikation.

Stattdessen: Asynchrones Shared State via Dateisystem.

  • Vorteil: Kein zusätzlicher Code, keine Abhängigkeiten
  • Vorteil: Funktioniert mit jedem Tool, das Dateien lesen kann
  • Vorteil: Kein Single Point of Failure
  • Nachteil: Keine Echtzeit-Koordination (ist aber in der Praxis selten nötig)

Weiter: CLAUDE.md Guide